Europameisterin aus Peking: Yuefan Chen gewinnt Schach-EM
Die Deutsche Botschaftsschule Peking hat eine Europameisterin unter ihren Schülerinnen: Yuefan Chen aus der Klasse 8a gewann mit der deutschen U12-Mädchenmannschaft die Schach-Europameisterschaft in Pardubice in Tschechien.
Von Peking zum EM-Titel
Für die Europameisterschaft nahm Yuefan eine außergewöhnlich lange Reise auf sich. Sie lebt und besucht die Schule in Peking, trat in Tschechien jedoch für Deutschland an. Gemeinsam mit Tiffany Tu bildete sie das Team Germany 1 in der weiblichen U12.
Nach sieben Runden standen elf Mannschaftspunkte zu Buche – einer mehr als bei den zweitplatzierten Mädchen aus der Ukraine.
Die Entscheidung fiel erst in der letzten Runde. Yuefan und Tiffany setzten sich mit 1,5:0,5 gegen ein weiteres deutsches Team durch. Als gleichzeitig Polen gegen die Türkei verlor, stand fest: Deutschland war Europameister.
Training zwischen Peking und Deutschland
Bemerkenswert ist der Erfolg auch aufgrund der besonderen Bedingungen, unter denen Yuefan trainiert.
Obwohl sie in Peking lebt, nimmt sie regelmäßig an zusätzlichen Trainingseinheiten der deutschen U12-Mädchen teil. Aufgrund der Zeitverschiebung zwischen China und Deutschland ist dies mit zusätzlichem organisatorischem Aufwand verbunden.
Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler würdigte im Turnierbericht des Deutschen Schachbundes ausdrücklich ihren Einsatz. Yuefan Chen und Tiffany Tu bezeichnete er als die stärksten deutschen Spielerinnen ihrer Altersklasse.
Eine Europameisterin an der DSP
Mit Yuefan Chen besucht damit eine U12-Europameisterin im Schach die Deutsche Botschaftsschule Peking.
Der Titel ist nicht nur ein großer persönlicher sportlicher Erfolg, sondern auch ein besonderer Eintrag in der jüngeren Geschichte der DSP.
Herzlichen Glückwunsch, Yuefan!
Quelle
Deutscher Schachbund, 1. August 2026 – „Wir sind Europameister!“
Der Turnierbericht dokumentiert den Titelgewinn von Yuefan Chen und Tiffany Tu bei der Jugend-Europameisterschaft in Pardubice und berichtet auch über Yuefans Training aus Peking.
→ Originalbericht des Deutschen Schachbundes lesen
