Als Heiko Maas an der DSP zum Basketball griff

Als Heiko Maas an der Deutschen Botschaftsschule Peking zum Basketball griff

Im November 2018 tauschte Bundesaußenminister Heiko Maas bei einem Besuch der Deutschen Botschaftsschule Peking für einige Minuten die Diplomatie gegen den Basketball. Hinter dem ungewöhnlichen Termin stand eine langjährige Zusammenarbeit zwischen ALBA Berlin und der DSP.

Ein Außenminister auf dem Basketballfeld

Am 12. November 2018 führte die offizielle China-Reise von Bundesaußenminister Heiko Maas auch an die Deutsche Botschaftsschule Peking. Dort wartete kein Konferenztisch, sondern ein Basketballfeld.

Gemeinsam mit deutschen und chinesischen Jugendlichen nahm Maas an einem Training von ALBA Berlin teil. Begleitet wurde er von ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi und Henning Harnisch, Basketball-Europameister von 1993 und Initiator des China-Engagements des Berliner Vereins.

Von dem Termin existiert eine professionelle Fotoserie der Fotografin Inga Kjer für die Agentur Photothek.

Der Besuch ist auch in der Chronik der Deutschen Botschaftsschule Peking – Die 2010er-Jahre dokumentiert.

ALBA Berlin und die DSP

Die Verbindung reicht mehrere Jahre zurück. Bereits 2011 reiste die Profimannschaft von ALBA Berlin zur Saisonvorbereitung nach Peking. Später rückten Jugendbegegnungen und Bildungsprojekte stärker in den Mittelpunkt.

Im Mai 2014 kamen Henning Harnisch und Jugendtrainer Norbert Opitz an die DSP. Während einer Projektwoche nahmen 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 8 gemeinsam mit Jugendlichen der Beijing Foreign Language School an einem Basketballcamp teil. Gespielt wurde bewusst in gemischten deutsch-chinesischen Mannschaften.

Aufseiten der DSP begleiteten die Sportlehrer Stephan Hasse, Benjamin Giegling, Susanna Hasse und Markus Geib das Projekt.

Der ALBA-Cup an der DSP

Im November 2015 veranstalteten ALBA Berlin und die Deutsche Botschaftsschule Peking bereits zum dritten Mal ein gemeinsames Schulturnier.

Knapp 60 Jugendliche der DSP, der Xinya-Mittelschule und der National Day School spielten in gemischten Mannschaften insgesamt 20 Partien. Unterstützt wurde das Projekt von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und dem Goethe-Institut Peking. An der DSP wurde der ALBA-Cup maßgeblich von Sportlehrer Benjamin Giegling organisiert.

Heiko Maas greift zum Basketball

Der Besuch des Bundesaußenministers 2018 war damit kein isolierter Fototermin, sondern Teil eines über Jahre gewachsenen Austauschprojekts.

Dass Maas während seiner offiziellen China-Reise selbst zum Basketball griff, machte die Zusammenarbeit auch außerhalb der Schule sichtbar. Das Basketballfeld der DSP wurde für einen Nachmittag zu einem kleinen Ort der deutsch-chinesischen Diplomatie.

Auch 2019, zum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin–Peking, organisierte ALBA an der Deutschen Schule erneut ein Basketballturnier.

Neustart nach der Pandemie

Nach der pandemiebedingten Unterbrechung kehrte ALBA im April 2023 an die DSP zurück. Projektleiter Thomas Vogel leitete einen interkulturellen Workshop mit Jugendlichen der DSP, der Tianjin No. 42 Middle School und der Beijing Foreign Language School.

Gleichzeitig unterzeichneten ALBA Berlin und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen einen Partnerschaftsvertrag. Am offiziellen Auftakt nahmen auch DSP-Schulleiter Dr. Andreas Merzhäuser und Stefany Henderson von der ZfA teil.

Mehr als Basketball

Über viele Jahre brachten Camps, Turniere und Schulbegegnungen Jugendliche aus Deutschland und China zusammen. Der Besuch von Heiko Maas 2018 war der öffentlich sichtbarste Moment dieser Zusammenarbeit.

Manchmal braucht internationale Verständigung eben nicht viel: einen Ball, zwei Körbe und zwei Mannschaften, die miteinander spielen.

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